Renault ZOE: Lohnt sich der Aufpreis für CCS-Schnellladen?

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Der Renault ZOE ist serienmäßig mit einem 22-kW-AC-Lader ausgestattet. Das CCS-Ladesystem zum schnellen DC-Laden kostete 1.100 Euro Aufpreis. Lohnt sich das? Hier sind meine Beobachtungen zur Ladeleistung und meine Einschätzung.

Stand: Juli 2022. Der Aufpreis von 1.100 Euro, die Ladetarife und die Förderbedingungen für Wallboxen beziehen sich auf diesen Zeitpunkt. Renault hat die Produktion des ZOE im März 2024 eingestellt, neu ist er nicht mehr erhältlich. Wer einen gebrauchten ZOE sucht, kann mit diesem Beitrag einschätzen, wie wichtig ihm der CCS-Anschluss ist.

Trotz DC-Lademöglichkeit gehört der ZOE zu den „Schnarchladern“. Ähnlich wie bei den Telefonanbietern lautet das magische Wort auch hier „bis zu“.

Begrenzte DC-Ladeleistung

Der ZOE lädt per DC mit bis zu 50 kW. Diese Ladeleistung wird jedoch kaum erreicht. Bei 20 % Restladung und 20 Grad Außentemperatur sieht der Verlauf so aus:

  • zu Beginn kurzzeitig 46 kW
  • nach einigen Minuten 35 kW
  • nach ca. 15 Minuten nur noch 27 kW

Die Ladetarife für CCS-Ladungen liegen um einiges höher als die Tarife für AC-Ladungen.

Tipp: Ist die DC-Ladeleistung unter 30 kW gefallen, lohnt es sich finanziell, auf AC umzustecken.

Geringer Geschwindigkeitsvorteil

Der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem AC-Laden ist marginal. Wer nur gelegentlich DC laden möchte, kann sich den Aufpreis für den CCS-Stecker sparen.

Ein Punkt spricht allerdings für DC: Die Ladeverluste sind geringer, weil der interne AC-Lader dabei nicht gebraucht wird. Wie hoch die Verluste beim AC-Laden sind, habe ich im Beitrag „ZOE: Der reale Stromverbrauch“ gemessen.

Fazit

Wer öfter auswärts laden muss, für den ist das CCS-Ladesystem ein Muss. Dabei geht es weniger um die Schnellladefähigkeit als darum, dass überhaupt eine Lademöglichkeit zur Verfügung steht. AC-Ladepunkte sind oft von Kleinwagen belegt, die mit maximal 3,6 kW laden und die Ladestelle entsprechend lange blockieren. DC ist sehr oft noch frei.

Wer eine eigene Wallbox hat, lädt zu Hause am günstigsten und wird nur im Notfall auf die öffentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen. Zu Hause lädt der ZOE mit 11 kW, an nicht geförderten Ladestationen mit bis zu 22 kW. Wer den ZOE nur im Regionalverkehr nutzt, kann getrost auf den CCS-Stecker verzichten.

Mehr zu meinem ZOE: Mein neuer ZOE und Kostenfalle E-Auto-Leasing.

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